Definition
Verschleiß antagonaler Zahnflächen infolge Zahn‑zu‑Zahn‑Kontakt während Funktion oder Parafunktion (Kauen, Bruxismus), der passende Facetten, Abflachung oder Verlust okklusaler Morphologie hervorruft und primär auf direkten okklusalen Kontakt zurückzuführen ist.

Prinzip

Prinzip
Wiederholte okklusale Kontakte übertragen lokale Kontaktspannungen, die die gegenüberliegenden Schmelzflächen abradieren und abflachen; Muster und Geschwindigkeit der Attrition hängen vom Okklusionsschema, Kontaktkraft, Bewegungsrichtung und schützenden Faktoren wie Speichel ab.

Demonstration

Demonstration
Illustratives Szenario: Ein Patient mit nächtlichem Zusammenbeißen berichtet über Zahnverschleiß (Situation). Die Untersuchung zeigt polierte, passende Verschleißfacetten an antagonistischen Molaren, passend zu Bruxismus (Erkennung). Das Management umfasst Okklusionsbewertung, Anfertigung einer Aufbissschiene und gegebenenfalls okklusale Rehabilitation (Handlung). Die Progression kann bei Reduktion der Parafunktion verlangsamt werden, doch verlorene okklusale Anatomie erfordert oft restaurative Rekonstruktion (Konsequenz).

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Abgeflachte okklusale Flächen fälschlich der Erosion oder Abrasion zuzuschreiben, ohne okklusale Kontakte zu prüfen; der Fehler besteht darin, passende Facetten und die Okklusionsanamnese zu ignorieren, wodurch Prävention auf Bürsten‑ oder Säurekontrolle fehlgeleitet wird statt auf okklusale Maßnahmen.

Konsequenz

Konsequenz
Anhaltende Attrition kann die okklusale vertikale Dimension verändern, die Mastikation beeinträchtigen, Dentin freilegen und restaurative Rehabilitation erforderlich machen; die Kontrolle parafunktioneller Kräfte kann die Progression verringern, biologischer Wiederaufbau des Schmelzes erfolgt jedoch nicht spontan.

Umkehrung

Umkehrung
Werden Okklusionskontakte verändert, Parafunktionen reduziert oder Schutzschienen eingesetzt, kann die Attritionsrate sinken; ein biologischer Neuaufbau verlorener Struktur findet nicht statt, sodass formwiederherstellende Maßnahmen notwendig sind.

Abgrenzung

Abgrenzung
Eindeutig innerhalb: Komplementäre, polierte Verschleißfacetten auf antagonistischen Höckern, die in Größe und Form übereinstimmen. Randfall: Gemischte Läsionen mit Koexistenz von Attrition und Erosion — die Abgrenzung erfordert Facettenmorphologie und Anamnese. Eindeutig außerhalb: Zervikale Keildefekte durch Abrasion/Abfraktion oder chemisch geglättete Erosionsläsionen.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Die Therapie muss Okklusionskontrolle (Schienen, Verhaltensänderung, Okklusionsanpassung) gegen restaurative Rekonstruktion abwägen; übermäßige okklusale Intervention kann iatrogene Schäden bewirken, während Ignorieren der Okklusion weiteren Verschleiß zulässt.

Synthese

Synthese
Attrition ist ein kontaktbedingter Verschleiß mit passenden Antagonistenfacetten; effektive Versorgung reduziert Progression durch Behandlung der okklusalen Ursache und nutzt gezielte Restauration zur Formwiederherstellung.